18. Juni 2017

WORKSHOPS

WORKSHOPS

ausgezeichnet! bewegt!

6. Zeichenfestival  07.09.2017 – 29.09.2017

Das Rad neu erfinden

mit selbst umgebauten Fahrrädern großflächig zeichnen

Melvin Bangemann und Beate Maria Wörz | offenes, kostenloses Angebot der Oldenburger Kunstschule

 

In diesem Workshop haben wir zusammen alte Fahrräder auf unterschiedliche Arten und nach den Ideen der Teilnehmer*innen zu mobilen Zeichengeräten umgebaut und gemeinsam auf großen Formaten und mit unterschiedlichen Materialien ausprobiert.

Die fahrbahren Zeichengeräte konnten in einer öffentlich-partizipativen Tagesaktion getestet werden. Es entstand ein Gemeinschaftswerk, das während der Abschlussausstellung des Festivals die Fassade der bau_werk Halle schmückte. 

Spuren von Bewegung

Kati Gausmann mit Schüler*innen der IGS Kreyenbrück, Lehrer Henrik Hillen

 

Wozu motiviert uns das, was wir wahrnehmen und können wir Spuren davon dialogisch festhalten? Ausgehend vom eigenen Körper arbeiteten die Jugendlichen mit einfachen Mitteln wie Kreide, Bleistift, Graphit und Tusche zu Bewegung und Zeichnung.
 

Auf großen Papierformaten führten die Teilnehmenden freihändige Bewegungen aus, erprobten verschiedene zeichnerische Mittel und tauschten sich im Anschluss über ihr Erleben und die dabei entstandenen Zeichenspuren aus.

Besprechen und Auswählen künstlerischer Qualitäten, ausschnitthaft oder als Ganzes, waren zentrale Momente in diesem Workshop. Es wurde bewusst analog gearbeitet: Kein Handy, keine Kameras. 

Klangzeichnungen

Irmela Dvoracek mit Schüler*innen des Berufschulzentrums für Technik und Gestaltung, Lehrerin Maren Steinkamp

 

Rhythmus und Dynamik, Nachhall und Stille, Notation und graphische Partitur – können Klänge gezeichnet als musikalische Strukturen und Bewegungsverläufe in ein bildkünstlerisches Werk übertragen werden?

Mit Bleistift und Papier sammelten die Schüler*innen Geräusche, notierten rhythmische Muster und musikalische Dynamiken, zeichneten mit beiden Händen, mit geschlossenen Augen, ohne den Stift abzusetzen… Das gemeinsame Sprechen über die gemachten Erfahrungen half, die Wahrnehmung und das eigene Sehen zu verändern und weiterzuentwickeln.

Im Experimentieren mit Linien, ihren Verdichtungen, Überlagerungen und Korrespondenzen entstanden atmoshärisch-poetische Klangzeichnungen.

Wie kann sich Zeichnung in den Raum ausbreiten?

Olga Grigorjewa mit Schüler*innen der Integrierten Gesamtschule Flötenteich, Lehrerin Karin Ehrler

 

Was ist eine Linie? Was sind ihre Eigenschaften? Eine Zeichnung muss nicht nur auf einem Blatt Papier existieren und muss nicht nur mit zeichnerischen Mitteln ausgeführt werden. Sie kann dreidimensional werden, sich in den Raum ausbreiten, den Raum für sich einnehmen, ihn füllen, auf ihn Bezug nehmen, ihn kommentieren, ihn still begleiten.

Mithilfe einer Fülle ganz unterschiedlicher Alltagsmaterialien entwickelten die Schüler*innen im Laufe des Workshops einzeln oder in kleinen Gruppen begehbare Rauminstallationen am Schoßplatz 11 in Oldenburg.

fps -Bilder pro Sekunde

Georg Lisek mit Schüler*innen der Oberschule Alexanderstraße, Lehrerinnen Silvia Gramsch und Irmtraud Dannemann

 

Im Workshop ‚fps – Bilder pro Sekunde‘  waren unterschiedliche Videosequenzen Anlass und Motiv für zeichnerisches Forschen. Die Teilnehmenden entwickelten eigene Möglichkeiten, um die flüchtigen, sich überlagernden Bilder zeichnerisch festzuhalten. 

Das entstandene Bildmaterial zeigt auf spannende Weise die unterschiedliche Wahrnehmung und Fokussierung auf bestimmte Videoausschnitte. Im Prozess wurden eigene Bildsprachen entwickelt.

Der Workshop fand im Seminarraum des Edith-Russ-Hauses in der Katharinenstraße 23 in Oldenburg statt.

Wenn Kreisel sich drehen

Andrey Gradetchliev mit Schüler*innen der Liebfrauenschule Oldenburg, Lehrerin Gunda Tuchenhagen

Wie reagiert eine Zeichnung, wenn sie sich rein physisch
im Kreis bewegt? Wie ändern sich Formen und Farben? Ein Punkt wird zum Strich, gelb-blaue Streifen ergeben bei Bewegung grün, abstrakte Kompositionen aus Farben und Linien ergeben
ein graues diffuses Bild usw.

Im Workshop zeichneten die Schüler*innen zu Themen
ihres Alltags. Am Ende montierten sie die angefertigten Zeichnungen auf selbstgebauten Kreiseln. Bei der Ausstellungseröffnung luden sie das Publikum ein, die Kreisel zu drehen: Eine Kreiselperformance entstand.