Die Workshops

Die Workshops

Carsten Aschenbruck
& OBS Ofenerdiek 6b
"Fossile Insekten"

Claudia A.Cruz
& GS Bürgeresch 4c
"Fantastische Maskerade"

Joschua Braun
& OBS Ofenerdiek 6a
"Operation Brummer"

Irmela Dvoracek
& OBS Osternburg 7e
"PAPILLON"

Helmut Feldmann
& OBS Ofenerdiek 6b
„Flügelschlag“

Yule von Hertell
& OBS Osternburg 7a
„Nix brummt mehr“

Sirma Kekeç
& GS Bürgeresch 4c
„Im Sinkflug“

Patricia Lambertus
& OBS Osternburg 7c
„Der Raupen wunderbare Verwandlung
und sonderbare Blumennahrung“

Jasper Precht
& OBS Osternburg 7d
„Insektomie“

Gertrud Schleising
& GS Bürgeresch 4c
„Übernachtung mit Frühstück“

Udo Steinmann
& OBS Osternburg Klasse 7b
„Insektenwesen“

Oandris (Joa) Tejeiro
& GS Bürgeresch 4c
„Käfer - mehrfarbige Freunde“

Doris Weinberger
& OBS Osternburg Klasse 7c
„Insectio(d)rama“

Reiner Will
& OBS Osternburg Klasse 7d
„Unter Beobachtung“

 

 


Carsten Aschenbruck & OBS Ofenerdiek/ 6b

„Fossile Insekten“

 

Viele Insekten sind vom Aussterben bedroht, manche Arten verschwinden, ohne jemals bekannt gewesen zu sein.
Ich möchte zusammen mit den Kindern aufzeigen, was uns verlorengeht, indem wir den Formen- und Farbenreichtum der Insekten als etwas Gewesenes vor Augen führen.
Der künstlerische Prozess wird von einem Skizzenbuch pro Teilnehmer*in eingeleitet und begleitet, in dem alle Ideen und Entwicklungen festgehalten, weiterentwickelt und vertieft werden.

Die Insekten werden als archäologische Funde ausgestellt. Kleine Hämmer und Bruchstücke können dazu drapiert werden.
Die Negativformen bleiben möglichst erhalten und fungieren als "leere Hüllen".

 


Claudia A.Cruz & GS Bürgeresch/ 4c

"Fantastische Maskerade"

 

GESICHTER UND KÖPFE. "DIE MANTIS WELT"

Wir beschäftigen uns mit der Vielfalt, Schönheit und Funktion der Köpfe und Augen der Insekten, insbesondere von der Mantis.
Aus den winzigen, kleinen Köpfen der Insekten machen wir menschengroße Masken, die tragbar sind.
Wir experimentieren mit ihrer absoluten Schönheit, ihren exzentrischen Formen und Funktionen, wir machen sie sichtbar.
Wir simulieren deren Vielfalt mit Masken aus Pappmachee.

 


Joschua Braun & OBS Ofenerdiek/ 6a

"Operation Brummer"

 

Insekten innerhalb und außerhalb unserer Wahrnehmungsweise.

Im Zentrum meiner Idee stehen zwei Fragestellungen:
Wie kann man die Welt der Insekten schützen und wie könnten Insekten sich selber schützen. Die erste Frage soll zu Ideen führen, wie das Insektenleben geschützt und in den urbanen Raum integriert werden könnte. Die zweite Frage ist eher hypothetisch und spielt sich im Bereich der Fantasie ab. Die zweite Fragestellung bietet einen Perspektivwechsel zu der Ersten, in welcher die tatsächlichen Handlungen zum Thema (Insektensterben) erarbeitet werden.
Die Grundidee besteht darin, Vorstellungen und Ideen zu den beiden Fragestellungen zu erarbeiten und zu verbildlichen. Die Ergebnisse müssen keine realisierbaren oder realistischen Resultate erzielen, sondern können auch hypothetischer/ fantastischer Natur sein. Die Bearbeitung soll es den Schüler*innen ermöglichen, sich möglichst kreativ und vielseitig mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Ziel ist eine Sammlung von Ideen und Vorstellungen zu den zuvor genannten Fragestellungen. Diese werden in collagenartigen Papierarbeiten mit Mischtechnikelementen umgesetzt.

 


Irmela Dvoracek & OBS Osternburg/ 7e

„PAPILLON“

 

Ein Zeichenlabor für Schmetterlingsforscher*innen

Wespen stechen, Ameisen wuseln über den Küchenboden, Fliegen belagern Butterkuchen und Bienenstich. Darauf könnten wir verzichten. Aber wollen wir auf die Blumenwiese verzichten, die Wiese am Waldrand, die uns immer einlädt, dem Flattern der Schmetterlinge zu folgen?
Immer? – Unsere Ökosysteme sind bedroht und es ist nicht selbstverständlich, dass die Natur uns zur Verfügung steht.
In diesem Projekt widmen wir uns am Beispiel der Schmetterlinge dem Thema »Insektenschwund«. Mit Farbe, Stift und Papier erkunden wir ihre Lebensräume, ihre Entwicklung und Lebensweise, ihre ökologische Bedeutung und Gefährdung und nicht zuletzt ihre Schönheit und die Darstellung in Kunst und Literatur.
„Schmetterlinge reagieren sehr empfindlich und schnell auf Veränderungen in ihrer Umwelt und sind deshalb hervorragende Indikatoren für den Zustand der Landschaft und der biologischen Vielfalt.

"Weil sie leicht zu bestimmen sind, fungieren insbesondere die Tagfalter als Frühwarnsystem.“ (bund.de)
„Viele der heimischen Schmetterlingsarten stehen auf der Roten Liste. Sie leiden unter dem Verlust ihrer Lebensräume, [unter] Umweltgiften, dem Klimawandel und naturfeindlichen Monokulturen in Land- und Forstwirtschaft.“ (bund.de)
„Innerhalb von nur einem Jahrzehnt ist die Artenvielfalt bei Schmetterlingen deutschlandweit um zehn Prozent zurückgegangen.“ (nabu.de)

Wir ordnen unsere Arbeitsproben und stellen sie in einen Sinnzusammenhang. In einer Ausstellung präsentieren wir unsere Ideen und Beobachtungen in Form einer großflächigen Collage.

 


Helmut Feldmann & OBS Ofenerdiek/ 6b

„Flügelschlag“

 

INSECTA (lat.) KLEINE MONSTREN UND SCHILLERNDE MAJESTÄTEN

Vor über 400 Millionen Jahren begann die Karriere der Kerbtiere. Ihre so simple wie geniale Bauart ermöglichte den Sechsbeinern perfekte Anpassung an jede noch so lebensfeindliche Nische. Ihr Artenreichtum geht in die Zigmillionen. Darunter sind kleine Monstren und schillernde Majestäten wie der „Komet von Madagaskar“. Ich möchte den teilnehmenden Schüler*innen einige der faszinierenden Arten vorstellen und ein besonderes Augenmerk auf deren Flügel legen. Denn was die Insekten bald zur vorherrschenden Tiergruppe auf Erden machte, war die Entwicklung von Flügeln. Als erste Tiere überhaupt eroberten sie den Luftraum.

Bildserien zum Thema "Insektenflügel" mit der Konzentration auf die Vielfalt der unterschiedlichen Formen entstehen. Das Zusammenfließen von Kunst und Wissenschaft soll den freien Fluss neuer Formen ermöglichen.

 


Yule van Hertell & OBS Osternburg/ 7a

„Nix brummt mehr“

 

Eine Welt ohne Insekten, wie sähe die aus? Wie stellen wir Realität dar?

Wir machen zusammen einen Film, der mit den Mitteln des Dokumentarfilms arbeitet. Wir erzählen von etwas, das es nicht gibt: Eine Welt ohne Insekten.

 


Sirma Kekeç & GS Bürgeresch/ 4c

„Im Sinkflug“

 

Wie der Titel diese Projektes bereits vermuten lässt, werden wir uns mit dem Thema Tod und Vergänglichkeit näher befassen und die Insekten, die zur Gattung der Gliederfüßer zählen, mit bildsprachlichen Mitteln in der Kunst zu Grabe tragen.
Wissenschaftler*innen sprechen bereits vom 6. goßen Massensterben weltweit. Die Abstände der Aussterberaten sind seit Jahren extrem hoch und steigen immer weiter. Was bedeutet das für Kinder und junge Menschen, die solche Zahlen kennen, seit sie leben und für selbstverstädlich halten?

Wissenschaftler*innen bestätigen in aktuellen Studien ein dramatisches Insektensterben und belegen in ihren jahrzehntenlangen Untersuchungen einen massiven Schwund um mehr als 75% der gesamten Biomasse bei Fluginsekten.
Dieses ökologische Armageddon werden wir zu Beginn des Projektes in den Fokus rücken, deren Ursache und Wirkung in Gesprächen während des künstlerischen Prozesses thematisieren und erläutern. Ideen sammeln, was wir Menschen anders machen können und welche Botschaft die Kinder vermitteln wollen: dass Insekten faszinierende und schützenswerte Tiere sind!

 


Patricia Lambertus & OBS Osternburg/ 7c

"Der Raupen wunderbare Verwandlung und sonderbare Blumennahrung"

 

Unter diesem Titel veröffentlichte Maria Sibylla Merian ein Buch, welches die Zusammenhänge von Lebensraum und tierischen Methamorphosen zeigt.
Sie gehörte zu den ersten Forscher*innen, die Insekten systematisch beobachteten und etwas über deren tatsächlichen Lebensumstände herausfanden.
Sie konnte zeigen, dass jede Schmetterlingsart als Raupe von einigen wenigen Futterpflanzen abhängig ist und ihre Eier nur an diesen Pflanzen ablegt.
Vor allem die Metamorphose der Tiere war weitgehend unbekannt. Zwar wussten einige Gelehrte von der Verwandlung von Raupen in ausgewachsene
Schmetterlinge, weiteren Kreisen der Bevölkerung, aber auch vielen Gebildeteren, war der Vorgang fremd.

 


Jasper Precht & OBS Osternburg/ 7d

„Insektomie“

 

Im ersten Teil möchte ich dem Thema "Insektensterben" mit den Schüler*innen gemeinsam auf den Grund gehen. Mithilfe eines von mir vorbereiteten Untersuchungskasten mit gezielten Fragestellungen, Werkzeugen und partizipativen Methoden, sollen die Schüler*innen angeleitet werden Erkenntnisse und Informationen für den gestalterischen Teil zu sammeln. Im kreativen Teil soll ein narratives Szenario, Dystopie oder Parallelwelt aus den Erkenntnissen der jeweiligen Untersuchung entwickelt werden, welches auf das Problem des Insektensterbens aufmerksam macht. Statt der eigenen, gegenwärtigen Sicht, soll eine zukünftige, surreale Perspektive oder die der Insekten eingenommen werden.


Thema:
Insekten als eine menschengemachte technologische Entwicklung, die sich vermarkten muss. Könnte das Fluggerät Drohne technologisch z.B. die
Bienendrohne in den Schatten stellen? Warum schätzen wir die vorhandene evolutionsbiologische Raffinesse, nicht so sehr wie ggf. eine künstliche Nachahmung?

Was bräuchte ein Insekt, um ein gutes Produkt zu sein, das man kaufen kann?

 


Gertrud Schleising & GS Bürgeresch/ 4c

„Übernachtung mit Frühstück“

 

Wer wünscht welchen Komfort?
Lebensweise und Bedürfnisse verschiedener Insekten.

Wir machen uns ein Bild vom aktuell wenig erfreulichen Stand der Wohnbedingungen für Insekten und schaffen Abhilfe:
1. Wir malen und collagieren glückliche Behausungs-Alternativen: Eine Suite im Hotel oder lieber das Schlafzimmer im Puppenhaus?
Alle Schüler*innen wählen ein Insekt und beherbergen es passend und mit Witz.
2. Wir bauen ein echtes Insektenhotel, welches als Nist- und Überwinterungshilfe im Kunstschulgarten aufgehängt wird.
Dazu wird ein Bausatz verwendet, dessen Grundausstattung von den Schüler*innen "aufgemöbelt" wird .

 


Udo Steinmann & OBS Osternburg/ 7b

„Insektenwesen“

 

Dieses Projekt richtet sich an alle, die gerne forschen und sammeln.

Zunächst suchen wir auf dem Gertrudenkirchhof und in nahe gelegenen Grünanlagen Naturmaterialien wie Blätter, Farne und Federn, aber auch tote Insekten. Daraus erstellen wir eigene Druckstöcke (Collagraphien), die anschließend auf wertigem Büttenpapier gedruckt werden. Aus diesen ersten Drucken entwickeln wir eigene Entwürfe, die durch Frottagen und Collagen ergänzt werden. Ausgehend von Makrofotografien entstehen Insektenwesen, die in naturalistische oder auch utopische Szenarien gesetzt werden. Wir werden immer wieder die Druckpresse nutzen, um verschiedene Versionen zu drucken, mit Naturmaterialien zu kombinieren und zu kolorieren. Diese Entwürfe kratzen wir auf transparente Rhenalonplatten, die anschließend mit farbenfrohen, ungiftigen, wasserlöslichen Tiefdruckfarben gedruckt werden. Darüberhinaus erforschen wir die Zusammenhänge zwischen dem akuten aktuellen Aussterben heimischer Insekten und dem Einsatz von Glyphosat, sowie die Zerstörung heimischer Gehölze durch invasive Spezies wie den Buchsbaumzünsler und die Miniermotte, die sich durch Klimaerwärmung und Globalisierung massenhaft vermehren.

 


Oandris (Joa) Tejeiro & GS Bürgeresch/ 4c

„Käfer - mehrfarbige Freunde“

 

Wir müssen das Bewusstsein schärfen und nach Wegen und Ideen suchen, um Insekten, die auch unsere Freunde sind, zu schützen.
Wir beschäftigen uns mit der Vielfalt von Käfern, die schönsten und auffälligsten Arten des Insektenreichs sind unsere Inspiration.
Käfer sind unglaublich schöne und farbige Lebewesen, ihre Form und Farbe fallen auf. Ich möchte mit den Kindern einen "riesige-Käfer-Altar" aus 6-8 großformatigen Leinwänden (100 x 80cm) erstellen.
Dadurch zelebrieren wir sie und durch die Größe machen wir auf ihre Wichtigkeit aufmerksam. Dieser Altar soll sie "anbeten".
Wir simulieren deren Vielfalt mit Acrylfarben (gelb, rot, blau, schwarz, weiß), Neon- und Metallfarben kombiniert mit Collagentechniken.

 


Doris Weinberger & OBS Osternburg/ 7c

„Insectio(d)rama“

 

Was denken und wissen wir über Insekten? Über ihre Lebensweisen, ihr Wohngebiet, ihre familiären Verhältnisse, ihre Stärken und Schwächen? Was verbindet uns mit ihnen? Was unterscheidet uns?

Wir gehen in den Forschungs und Vermutungsmodus und beobachten, fragen nach, recherchieren und fantasieren: Über die Insekten und uns in unserer gemeinsamen Welt, der „Natur“: im öffentlichen Raum, in der Stadt und auf dem Land, in unserem Wohnumfeld und unserem Alltag. Wir sammeln dazu Bilder von Orten, Ausschnitte und Spezifisches mit Skizzenbuch und Kamera vor Ort und aus der Erinnerung. Wir lernen Künstler*innen und Wissenschaftler*innen kennen, die über Insekten forschen, die uns inspirieren können.
So entsteht ein gemeinsames Archiv der Dinge (der Menschen), Pflanzen und Insekten. Ein erweitertes Herbarium. Aus diesem können wir uns bedienen. Mit diesem Wissen und Fundus setzen wir zunächst in einer Collage und dann in 3D, Einblicke, Ausschnitte und Einzelteile (Pflanzen, Architektur, Insekten u.a.) zusammen und schaffen uns so einen mehr oder weniger abstrakten Raum das Diorama der unsere Vorstellungen und Visionen abbildet.

"Als Diorama bezeichnet man Schaukästen, in denen Szenen mit Modellfiguren und Landschaften vor einem oft halbkreisförmigen, bemalten Hintergrund dargestellt
werden. Durch die richtige Veränderung des Maßstabs vom Vorder- zum Hintergrund, dem scheinbar nahtlosen Übergang von plastischen Landschaftselementen in den gemalten Hintergrund und geschickte Beleuchtung kann eine fast perfekte Illusion von räumlicher Tiefe und Wirklichkeitsneitsnähe erreicht werden."
(Wikipedia)
 

 


Reiner Will & OBS Osternburg/ 7d

"Unter Beobachtung"

Aus runden, unterschiedlich großen Bildträgern entsteht ein Tableau. Wie unter dem Mikroskop wird der Fokus auf den vergrößerten Insekten liegen, die aber nur zum Teil zu sehen sind.


Um die Projektidee zu verwirklichen, machen wir uns zuerst klar, welches grundlegende Schema dem Bauplan von Insekten zu Grunde liegt. Wir zeichnen nach Präparaten aus dem Naturkunde Museum Oldenburg und studieren die fantastischen Strukturen auf Ihrer Oberfläche. Anschließend widmen wir uns der Farbigkeit. Die Herausforderung besteht darin, die Farben, die allein aus den Strukturen der Insektenoberflächen entstehen und sich je nach Betrachtungswinkel ändern, mit unseren Pigmentfarben zu erfassen.

Unsere Entwürfe platzieren wir so auf dem runden Bildträger, dass sie nur zum Teil zu sehen sind und eine interessante Komposition ensteht.