FAKE

FAKE-Identitäten, FAKE-News, FAKE-Bilder ....... umgeben uns im Alltag und stellen Möglichkeiten der Manipulation dar, insbesondere in den sozialen Medien wie Instagram, Snapchat, Facebook, Whats App und vielen mehr. Die Digitalisierung in der Gesellschaft gewinnt zunehmend an Bedeutung, wobei gerade die junge Generation vor einer ganz neuen, nie dagewesenen Aufgabe steht: Eigenvermarktung im Internet. Mithilfe von Fotos und Videos werden Momentaufnahmen geschaffen und für andere Nutzer*innen dokumentiert, die eine oftmals einseitige, nicht der Realität entsprechende Darstellung der reellen Person illustriert.

Die Perspektive eines Kindes oder eines Jugendlichen, was wahr oder falsch ist, kann erheblich gestört oder verfälscht werden. Können Kinder diese Fiktion erkennen, wahrnehmen und die echte von der falschen Rolle differenzieren? Ist ihnen bewusst, was uns in der Gesellschaft vorgespielt wird? Genau diese Sichtweise auf eine Welt, die sich stetig verändert und vielfältige Facetten aufweist, steht im Mittelpunkt dieses Projekts. Fragen nach der Identität, nach Verwandlung und Veränderung der Persönlichkeit, nach gesellschaftlichen Rollenzuweisungen und deren Sinn werden thematisiert und auf die Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen assoziiert.

Auf diese Art und Weise erhalten die Schüler*innen die Chance, sich neu zu entdecken, das Bewusstsein gegenüber dem Wahren und der bewussten Täuschung zu schärfen, zu reflektieren und letztlich alternative Blickwinkel und Verständnismodelle zu entdecken. Nach dem Pilotprojekt „Das Blaue Wunder“ schließt die Oldenburger Kunstschule in diesem Jahr mit dem Nachfolgeprojekt „Fake“ an das erfolgreich erprobte kulturelle Projektformat an. Mit acht Oldenburger Schulen, über 200 Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 14 Jahren und 16 Künstler*innen aus Oldenburg, Bremen und Leipzig wird ab Februar 2018 in den Werkstätten der Oldenburger Kunstschule das Thema „Fake“ über mehrere Wochen mittels künstlerisch-ästhetischer Darstellungsweisen beforscht. Die Ergebnisse werden nach den Osterferien in einer großen öffentlichen Ausstellung in der Innenstadt Oldenburgs präsentiert.