9. Oldenburger Zeichenfestival

2023

ZEICHNUNG & ZOMBIES

VOM ANDERSSEIN

Bereits zum neunten Mal hat das preisgekrönte Oldenburger Zeichenfestival ausgezeichnet! im Herbst 2023 zum gemeinsamen Zeichnen, Nachdenken und Diskutieren eingeladen. Mit ZOMBIES. VOM ANDERSSEIN“ ging das Zeichenfestival ein ungewöhnliches und unbequemes und damit umso wichtigeres Thema an: Die Frage nach der Fragilität des Zusammenhalts unserer Gesellschaft, der Toleranz nach den Außenseitern und all jenen, die unser Leben nicht teilen können oder wollen. Wichtiger Schwerpunkt des Festivals waren partizipatorische Kunstprojekte, die verstärkt auf eine wirksame Präsenz im öffentlichen Stadtraum zielten.

Dokumentationen des 9. Oldenburger Zeichenfestivals

Das 9. Oldenburger Zeichenfestival „Zeichnung und Zombies – Vom Anderssein“ greift das anspruchsvolle Thema mit einer Reihe von öffentlich-partizipativen Zeichenaktionen, künstlerischen Interventionen und Workshops auf.

Workshops
11.09.2023 — 15.09.2023

„Stadtführer der „Hässlichkeiten““ – ein Workshop von Mone Seidel mit Jugendlichen der Liebfrauenschule

„Zombiemetamorphose“ – ein Workshop von Susan Helen Miller mit Jugendlichen der Liebfrauenschule

„ZOMBIEFIKATION oder die Angst, versklavt zu werden“ – ein Workshop von Paula Penelope Steiner mit Jugendlichen der IGS Flötenteich

„Wann ich wie anders bin“ – ein Workshop von Jeff Hemmer mit Jugendlichen der IGS Flötenteich

„Zombie-Tableaus“ – ein Workshop von Stephane Leonard mit Jugendlichen der OBS Alexanderstraße

„Zombie Modus – sie sind unter uns!“ – ein Workshop von Marcel Kreuzer mit Jugendlichen der OBS Ofenerdiek

Künstlerische Interventionen im Stadtraum

04.09. – 29.09.2023

„Im Schatten“ von Georg Lisek, zusammen mit Schüler*innen der OBS Alexanderstraße, der OBS Osternburg und der Liebfrauenschule

„Die Anderen“ von Lars Unger

„She´ll come back as fire“ von M05K

„Auf der anderen Seite“ von Olga Grigorjewa

„Berührungssuche“ von Jasmin Speckmann

„WEIT WEG“ von Sophia Speer

Weitere Zeichenaktionen
04.09. – 29.09.2023

„Ein- und Ausgeschlossen“ – Eine Zeichenaktion von Georg Lisek mit jungen Inhaftierten in Kooperation mit der Justizvollzugsanstalt Vechta

„Die Dinge, die ich brauche“ – Eine Zeichenaktion von Georg Lisek mit Menschen mit Obdachlosigkeitserfahrung in Kooperation mit der Bahnhofsmission Oldenburg

„FREAKS – Die Liga der Außergewöhnlichen“ – eine Zeichenaktion von Georg Lisek mit Schüler*innen der OBS Alexanderstraße, der OBS Osternburg, der OBS Ofenerdiek, der IGS Flötenteich und der Liebfrauenschule, sowie von jungen Inhaftierten der Justizvollzugsanstalt Vechta

Wir alle leben in einer Gesellschaft. Dabei teilt sich unsere Gesellschaft in viele Splittergruppen auf. Wir alle haben unterschiedliche Vorstellungen von der richtigen Art zu Leben, vom Wert des Lebens, oder vom Ziel des Lebens. Wie geht das zusammen?
Nicht erst mit aktuellen Ereignissen wird von einer Spaltung der Gesellschaft gesprochen. Schon immer gibt es pauschale Unterscheidungen, um sich von den „Anderen“ abzugrenzen: Arm und Reich, Arbeitnehmer vs. Arbeitgeber, „Die da oben und die da unten“, Rechtsextreme gegen Linksextreme und dazwischen die Mitte, die Coolen und die Außenseiter, die Befehlenden und das Fußvolk, Schuldige und Unschuldige, die Täter und die Opfer, die Guten und die Bösen.
Eine stabile Gesellschaft schafft es, diese Unterschiedlichkeiten zu vereinen und Konflikte zwischen den Parteien zu lösen, oder wie wir auch an anderer Stelle beobachten können: zu unterdrücken. In letzter Zeit scheinen diese Konflikte stärker zu werden. Mit dem Aufkommen von Pegida, den Querdenkern, den Reichsbürgern, diversen Neonazibewegungen und anderen offen verfassungs- oder demokratiefeindlichen Gruppierungen wird klar: Wir sind weit davon entfernt, Eins zu sein. Corona verstärkte das schon allein dadurch, dass es nicht nur einmal mehr Geimpfte und Impfgegner gibt, sondern auch die, die sich draußen frei bewegen dürfen, und die, die unter Quarantäne sind. Schon an der Art, eine Maske zu tragen, erkennt man mittlerweile die Gesinnung, und damit, ob man zum selben Schlag gehört. Mit dem kommenden Winter wird unsere Gesellschaft ein weiteres Mal auf die Probe gestellt, wenn womöglich hohe Preise den Unterschied zwischen Frierenden und Gewärmten machen.
Wir nehmen unsere Zeit, die sich ein wenig nach Apokalypse anfühlt, zum Anlass, nach „den Anderen“ zu fragen, nämlich nach denen, die wir komisch finden, mit denen wir aneinandergeraten, die wir fürchten und die wir missverstehen: Zombies.
Es geht im 9. Zeichenfestival 2023 „Zeichnung und Zombies“ inhaltlich um Leben, das an unserem Leben nicht teilhaben kann oder will. Um die Ausgeschlossenen, die Willenlosen, die Außenseiter. Die vermeintlich Hässlichen und Aussätzigen. Die Komatösen und Dementen. Die Übergriffigen und Besserwissenden.
Die Botoxgespritzen und die Schönheitsoperierten. Die Junkies und die Partypeople. Die Gefängnisinsassen und die High Society. Die Wahnsinnigen, die Verschwörer, die Aussteiger und Erleuchteten, nach deren Meinung wir die Zombies sind.
So sind die Fragen die im Rahmen des Zeichenfestivals gestellt werden: Wie mit Wesen leben, die nicht mit uns leben?
Separieren sich die Menschen? Wer hat wie viele Kontakte? Und wenn nein, warum nicht? Welche Rolle spielt die zunehmende Digitalisierung? In welcher Welt leben die „Anderen“ eigentlich? Wie stellen wir uns Zwischenwelten vor?
Wie mit „Zombies“ kommunizieren? Welche Sprache und welches Handeln ist korrekt?
Wer ist hier überhaupt der „Zombie“? Ist es nicht eine Frage der Perspektive? Wie nehme ich die „Anderen“ wahr? Wie würde ich mich durch die Augen der „Anderen“  wahrnehmen?

Und welches Urteil erlauben wir uns eigentlich, wenn wir einen  anderen Menschen „Zombie“ oder „Freak“ nennen?
„Zombie“ ist eine Bezeichnung für alle jene Existenzen, welche von  den Lebenden verachtet und verworfen werden.
Inwiefern generiert sogar unsere Gesellschaft diese „Zombies“? Menschen, die stundenlang vor den Displays ihrer Smartphones krümmen, werden umgangssprachlich Smombies genannt. Menschen, die stumpfsinnige Tätigkeiten für den Broterwerb verrichten, können mitunter auch in zombieähnliche Zustände verfallen – und womöglich braucht es solche Menschen sogar, damit unser Wirtschaftssystem und unsere Gesellschaft funktioniert?
Zombies sind Teil dystopischer Fantasien. Wieviel ist davon Wirklichkeit? „Zombies“ gelten schließlich auch als Metapher für ein angepasstes Dahinvegetieren, unterwürfigen und kritiklosen Gehorsam, passiven Konsum und Desinteresse. Mal ehrlich: Wieviel „Zombie“ steckt in uns? Außerdem sind Zombies ewig rastlos und scheinen unausgefüllt. Sie haben kein Zuhause, keine Heimat. Haben wir Nicht-Zombies das? Oder sind wir nicht ebenso auf der Suche nach einer Art Erfüllung – nur etwas weniger blutrünstig?
Der Abgleich mit dem Phänomen Zombie bringt Wahrheiten über uns, die nicht Zombie sein wollen, ans Licht.

ausgezeichnet! wurde von der Oldenburger Kunstschule e.V. erstmals 2007 als Festivalformat entwickelt, um die Vielfalt, die Spielräume, und die Diskurse zeitgenössischer Zeichnung für Jugendliche und junge Menschen zu öffnen – auch jenen, die wenig Zugang zu Bildung haben.

Die Konzepte der vorausgegangenen Zeichenfestivals, von Zeichnung in Zeiten Neuer Medien (2007), Zeichnung zwischen Kunst und Wissenschaft (2009), Zeichnung und Musik (2011) und Zeichnung erzählt (2013), konzentrierten sich auf die Zeichnung als Objekt und Medium in der Wechselwirkung mit anderen zeitgenössischen Medien. Mit Zeichnung erzählt (2013) und dem Wechsel der Festivalleitung wurde eine Verschiebung des Festival-Schwerpunkts auf den Akt des „Zeichnens“ selber sichtbar. schwarm-zeichen (2015) würdigte mit der Prämisse „Zeichnen als kommunikatives Medium und Mittel zur kollektiven künstlerischen Interaktion“ die „Alltagsintelligenz“ des zeichnenden Akts und erreichte auch dank des partizipatorischen Aufrufs zur Suche nach der „Oldenburger Fliege“ mehr als 1500 Menschen. Das Festival ausgezeichnet! bewegt! (2017) setzte die Bewegung im physischen wie im geistigen Sinne als essentielle Notwendigkeit und als motivatorischer Anlass der zeichnerischen Tätigkeit. Zeichnung und Vision (2019) schließlich markierte programmatisch die Beschäftigung mit der Frage „Wie wollen wir leben?“ und damit eine Konzentration auf gesellschafts- und stadtrelevante Themen, die im Dialog mit den Bürger*innen Oldenburgs verhandelt wurden.

Die Redaktion von KULTURSCHNACK gibt euch weitere Einblicke>> hier klicken

Besonderer Dank gilt den Förderern des 9. Zeichenfestivals:

Unterstützer:

Partner:

Justizvollzugsanstalt Vechta

8. Oldenburger Zeichenfestival

ZEICHNUNG und WUT

Zum achten Mal hat das Oldenburger Zeichenfestival im Herbst 2021 zum gemeinsamen Zeichnen, Nachdenken und Diskutieren eingeladen. In Workshops, öffentlichen Aktionen und interdisziplinären Projekten erkundete ausgezeichnet! gemeinsam mit Jugendlichen die Grenzen und Möglichkeiten der Zeichnung und regte zur Teilhabe an zeichnerischen Diskursen an.

Mit Zeichnung und Wut ging das 8. Oldenburger Zeichenfestival ein brandaktuelles und wichtiges Thema an. Denn selbst in einem so wohlhabenden und sicheren Land wie Deutschland, in dem viele glückliche Menschen leben, gibt es doch auch viel Wut und Unzufriedenheit. Wie kann Zeichnung Wut transportieren? Wie und was kann Zeichnung von der Wut und unserem Umgang mit ihr erzählen?

Wir freuen uns riesig und sind stolz – unser 8. Zeichenfestival ausgezeichnet! ist ausgezeichnet worden! Wir haben den Landesverband der Kunstschulen in Niedersachsen e. V. mit unserem letztjährigen Thema „Zeichnung + WUT“ überzeugt und das WinterKunstschulPrädikat 2022 am 18. März erhalten. Zahlreiche Oldenburger Schüler:innen haben in 2021 an diesem Projekt mitgewirkt, sich intensiv mit dieser heftigen Emotion auseinandergesetzt und diese unglaublich vielfältig und kreativ in Kunst übersetzt.

Allen Mitwirkenden sagen wir noch einmal vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit.

Die Begründung der Jury: „Überzeugt hat die Jury ganz grundsätzlich das modellhafte Festival-Format, in dem Künstler*innen junge Menschen wiederholt und dabei immer wieder anders Zugang zur künstlerischen Disziplin und Ausdrucksform „Zeichnung“ ermöglichen – im Zeichnen erschließen sich Schüler und Schülerinnen in Oldenburg alle zwei Jahre ein anderes Thema. Produktionen und Dokumentationen des letztjährigen Zeichenfestivals zum Thema „Wut“ liefern beeindruckende Einblicke in die emotionale Verfasstheit junger Menschen. Eine weitere Stärke des Festivals der Oldenburger Kunstschule, das Hineinarbeiten und -wirken in den Stadtraum, hat zudem in 2021 Mut bewiesen, indem die sehr persönlichen Statements Gegenstand öffentlicher Aufmerksamkeit wurden.“

«Oft wissen die Hände ein Geheimnis zu enträtseln, an dem der Verstand sich vergebens mühte.» (C.G. Jung). Mitunter kommen wir einer Wahrheit näher, wenn wir zeichnen. In ausgezeichnet! 2021 zeichneten wir über die Wut, die wir erfahren. Die Teilnehmenden, vor allem junge Menschen, setzten sich über die zeichnende Tätigkeit mit Empörung, Feindseligkeiten und Gewalt, die sie erleben und verursachen, auseinander.
Wenn Jugendliche und Erwachsene zum Thema Wut zeichnen, eröffnen sich uns Einblicke in Gefühlswelten und Gedanken, die sich sonst der Öffentlichkeit entziehen. Das Zeichenfestival ausgezeichnet! 2021 Zeichnung und Wut war eine grafische Dokumentation vom Umgang der Teilnehmenden mit eigener und fremder Aggression.

Die Auseinandersetzung mit Wut in der Gesellschaft ist immer wichtig, aktuell mehr denn je. Zwar leben wir in einem der sichersten Länder dieser Welt, doch ist Gewalt alltäglich, im Kleinen und Großen.
Das Feld ist weit und reicht von Gewalt im häuslichen und schulischen Kontext, über Hasskommentare im Digitalen, hin zu Computerspielen und Filmen mit gewalthaltigen Handlungen. Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung prägt unser Miteinander, und große internationale Konflikte verunsichern uns.Es ging im Festival darum, den Sichtweisen der Beteiligten, der Wütenden und derjenigen, die Wut ausgesetzt sind, ein Zeichen zu setzen.

ausgezeichnet! wurde von der Oldenburger Kunstschule e.V. erstmals 2007 als Festivalformat entwickelt, um die Vielfalt, die Spielräume, und die Diskurse zeitgenössischer Zeichnung für Jugendliche und junge Menschen zu öffnen – auch jenen, die wenig Zugang zu Bildung haben.

Die Konzepte der vorausgegangenen Zeichenfestivals, von Zeichnung in Zeiten Neuer Medien (2007), Zeichnung zwischen Kunst und Wissenschaft (2009), Zeichnung und Musik (2011) und Zeichnung erzählt (2013), konzentrierten sich auf die Zeichnung als Objekt und Medium in der Wechselwirkung mit anderen zeitgenössischen Medien. Mit Zeichnung erzählt (2013) und dem Wechsel der Festivalleitung wurde eine Verschiebung des Festival-Schwerpunkts auf den Akt des „Zeichnens“ selber sichtbar. schwarm-zeichen (2015) würdigte mit der Prämisse „Zeichnen als kommunikatives Medium und Mittel zur kollektiven künstlerischen Interaktion“ die „Alltagsintelligenz“ des zeichnenden Akts und erreichte auch dank des partizipatorischen Aufrufs zur Suche nach der „Oldenburger Fliege“ mehr als 1500 Menschen. Das Festival ausgezeichnet! bewegt! (2017) setzte die Bewegung im physischen wie im geistigen Sinne als essentielle Notwendigkeit und als motivatorischer Anlass der zeichnerischen Tätigkeit. Zeichnung und Vision (2019) schließlich markierte programmatisch die Beschäftigung mit der Frage „Wie wollen wir leben?“ und damit eine Konzentration auf gesellschafts- und stadtrelevante Themen, die im Dialog mit den Bürger*innen Oldenburgs verhandelt wurden.

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Besonderer Dank gilt den Förderern des 8. Zeichenfestivals:

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7. Oldenburger Zeichenfestival

ausgezeichnet!​

2019

ZEICHNUNG & VISION

Nur das Beste! … und der Weg dorthin…

02.09.2019 – 13.09.2019

 

Jeder Mensch hat Wünsche, Hoffnungen und Träume davon wie es uns, unseren Mitmenschen und unserer Umwelt besser gehen könnte

Was ist für mich und für uns das Beste? Wie/was/wo will ich einmal sein? Wenn ich meine/unsere Zukunft beeinflussen könnte, wie würde sie aussehen? Welchen Luxus brauchen wir? Was ist Erfolg? Welche Chancen habe ich?

Das 7. Zeichenfestival Zeichnung und Vision befragte Jugendliche nach ihren spezifischen Vorstellungen von einer „perfekten Welt“. In künstlerischen Workshops entwickelten die Teilnehmenden einzeln und als Kollektiv Visionen für ihre nahe und ferne Zukunft.

 
 

Der Sub-Titel „Nur das Beste! … und der Weg dorthin“ mit seiner Andeutung von höchsten Ansprüchen, Gier und Wettbewerb wirft an sich schon Fragen auf, die in Richtung der Interessensvereinbarung von Subjekt und Gemeinschaft zielen. Das 7. Zeichenfestival Zeichnung und Vision will mittels  zeichnerischer Aktionen unter den teilnehmenden jungen Menschen eine Diskussion anregen. Wie stehen gesellschaftliche Realität und individuelle Wünsche zueinander? Welche Zukunftsvisionen haben wir?

ausgezeichnet! wurde von der Oldenburger Kunstschule e.V. erstmals 2007 als Festivalformat entwickelt, um die Vielfalt, die Spielräume, und die Diskurse zeitgenössischer Zeichnung für Jugendliche und junge Menschen zu öffnen – auch jenen, die wenig Zugang zu Bildung haben.

Die Konzepte der vorausgegangenen Zeichenfestivals, von Zeichnung in Zeiten Neuer Medien (2007), Zeichnung zwischen Kunst und Wissenschaft (2009), Zeichnung und Musik (2011) und Zeichnung erzählt (2013), konzentrierten sich auf die Zeichnung als Objekt und Medium in der Wechselwirkung mit anderen zeitgenössischen Medien. Mit Zeichnung erzählt (2013) und dem Wechsel der Festivalleitung wurde eine Verschiebung des Festival-Schwerpunkts auf den Akt des „Zeichnens“ selber sichtbar. schwarm-zeichen (2015) würdigte mit der Prämisse „Zeichnen als kommunikatives Medium und Mittel zur kollektiven künstlerischen Interaktion“ die „Alltagsintelligenz“ des zeichnenden Akts und erreichte auch dank des partizipatorischen Aufrufs zur Suche nach der „Oldenburger Fliege“ mehr als 1500 Menschen. Das Festival ausgezeichnet! bewegt! (2017) setzte die Bewegung im physischen wie im geistigen Sinne als essentielle Notwendigkeit und als motivatorischer Anlass der zeichnerischen Tätigkeit. Zeichnung und Vision (2019) schließlich markierte programmatisch die Beschäftigung mit der Frage „Wie wollen wir leben?“ und damit eine Konzentration auf gesellschafts- und stadtrelevante Themen, die im Dialog mit den Bürger*innen Oldenburgs verhandelt wurden.

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6. Oldenburger Zeichenfestival

2017

ausgezeichnet! bewegt!

07.09.2017 – 29.09.2017

 

Bewegung im physischen wie im geistigen Sinne bildet den Anfang jeder Zeichnung: Kein Punkt, keine Linie entsteht ohne dass Finger, Hand und Kopf aktiv werden.

Vieles ist in Bewegung – in uns, in unserer Umgebung und global sowieso.  

Angeleitet von professionellen Künstler*innen arbeiteten Jugendliche von sechs Oldenburger Oberschulen   zeichnerisch-experimentell zu bewegenden und bewegten Themen. 

 
 

In Begegnung auf Augenhöhe erforschten Jugendliche und professionelle Künstler*innen verschiedene Aspekte von Zeichnung und Bewegung an außerschulischen Orten im Raum Oldenburg. An den mehrtägigen Workshops nahmen ca. 130 Jugendliche zwischen elf und achtzehn Jahren teil. Die Schüler*innen waren gefordert Wahrnehmung, Bewegung und Zeichnung zu verbinden. Es wurden künstlerische Zugänge eröffnet, die Körper, Raum oder auch Klänge zum zeichnerischen Ausgangspunkt erhoben.

Das 6. Zeichenfestival dankt folgenden Schulen für die gelungene Zusammenarbeit: Berufschulzentrum für Technik und Gestaltung (BZTG), Integrierte Gesamtschule (IGS) Flötenteich, IGS Kreyenbrück, Liebfrauenschule Oldenburg, Oberschule Alexanderstraße, Oberschule Ofenerdiek und der Oberschule Eversten.

ausgezeichnet! wurde von der Oldenburger Kunstschule e.V. erstmals 2007 als Festivalformat entwickelt, um die Vielfalt, die Spielräume, und die Diskurse zeitgenössischer Zeichnung für Jugendliche und junge Menschen zu öffnen – auch jenen, die wenig Zugang zu Bildung haben.

Die Konzepte der vorausgegangenen Zeichenfestivals, von Zeichnung in Zeiten Neuer Medien (2007), Zeichnung zwischen Kunst und Wissenschaft (2009), Zeichnung und Musik (2011) und Zeichnung erzählt (2013), konzentrierten sich auf die Zeichnung als Objekt und Medium in der Wechselwirkung mit anderen zeitgenössischen Medien. Mit Zeichnung erzählt (2013) und dem Wechsel der Festivalleitung wurde eine Verschiebung des Festival-Schwerpunkts auf den Akt des „Zeichnens“ selber sichtbar. schwarm-zeichen (2015) würdigte mit der Prämisse „Zeichnen als kommunikatives Medium und Mittel zur kollektiven künstlerischen Interaktion“ die „Alltagsintelligenz“ des zeichnenden Akts und erreichte auch dank des partizipatorischen Aufrufs zur Suche nach der „Oldenburger Fliege“ mehr als 1500 Menschen. Das Festival ausgezeichnet! bewegt! (2017) setzte die Bewegung im physischen wie im geistigen Sinne als essentielle Notwendigkeit und als motivatorischer Anlass der zeichnerischen Tätigkeit. Zeichnung und Vision (2019) schließlich markierte programmatisch die Beschäftigung mit der Frage „Wie wollen wir leben?“ und damit eine Konzentration auf gesellschafts- und stadtrelevante Themen, die im Dialog mit den Bürger*innen Oldenburgs verhandelt wurden.

Besonderer Dank gilt den Förderern des 6. Zeichenfestivals:

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Kunst.Schul.Projekt 2017

DAS BLAUE WUNDER

Künstlerische Auseinandersetzung von 200 Kindern und Jugendlichen mit Sprichwörtern zum Thema Farbe

Sprichwörter oder Redewendungen sind allgemein bekannt und fest geprägt. Sie drücken meist in kurzer Form eine Weisheit oder Lebensregel aus. Gleichzeitig bieten sie aber auch eine wunderbare Grundlage, um sich künstlerisch mit ihnen auseinanderzusetzen – so wie im Pilotprojekt „Das blaue Wunder“ der Oldenburger Kunstschule e.V. Im Rahmen des erstmals in dieser Form durchgeführten Kunstprojektes tauchten mehr als 200 Kinder und Jugendliche aus acht Oldenburger Schulen sechs Wochen lang für jeweils einen ganzen Vormittag in die farbige Welt der Redewendungen ein. Begleitet durch 15 professionelle Künstlerinnen verschiedener Sparten aus Bremen und Oldenburg setzten sie zum Beispiel die „rosarote Brille“ auf, behielten den „roten Faden“ oder bekamen das „Gelbe vom Ei“ serviert.

Durch die außerordentlich fantasievolle Bearbeitung des Themas war es möglich, die Ideen der TeilnehmerInnen, KünstlerInnen und PädagogInnen zu einer Form zu verbinden, die neben der intensiven Werkstattarbeit in den Räumen der Kunstschule auch eine anschließende öffentliche Präsentation in den Proberäumen des Oldenburgischen Staatstheaters in der Baumgartenstraße 11/12 umfasste. Die Ausstellung „Das blaue Wunder“ bot vom 26.04. bis zum 05.05.2017 an einem ungewöhnlichen Ort einen beeindruckenden Einblick in eine intensive künstlerische Auseinandersetzung von Kindern und Jugendlichen mit Redewendungen und Sprichwörtern.

Hier geht es zu den Artikeln der NWZ Online:

https://www.nwzonline.de/oldenburg/kultur/kinder-treibens-bunt_a_31,2,3681031414.html

https://www.nwzonline.de/oldenburg/kultur/kunst-kommt-hier-eindeutig-von-koennen_a_31,2,3808735685.html

Hervé Maillet

Andrea Lühmann

Meike Becker-Khalfauoi

Reiner Will

Monika B. Beyer

Benjamin Eichler

Piotr Rambowski

Manuela Rose

Susanne Barrelmann

Marianne Grabe

Frank Scheffka

Helmut Feldmann

Beate Lama

Doris Weinberger

IGS Kreyenbrück, der GS Röwekamp

GS Heiligengeisttor

GS Drielake

GS Babenend

OBS Alexanderstraße

GS Wallschule

GS Dietrichsfeld

Impressionen aus Workshops und der Ausstellung:

Dokumentation "Das Blaue Wunder":

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Schirmherr: Oberbürgermeister Jürgen Krogmann

Besonderer Dank gilt den Förderern des Kunstschulprojekts:

Unterstützer:

LOGO_Quartier_GmbH-pw3iyitmvunvniiypqjkvpxckpxtsa9bwidpugq366

Partner:

LOGO_Grundschule_Heiligengesittor

Grundschule

 Heiligengeisttor

Grundschule

Drielake

Grundschule 

Wallschule

5. Oldenburger Zeichenfestival

ausgezeichnet!​

2015

SCHWARM - ZEICHEN

21.09.2015 – 10.10.2015

 

Unter dem Motto SCHWARM-ZEICHEN beauftragte das 5. Zeichenfestival verschiedenartige Zeichen-Schwärme damit, interdisziplinäre Kunstprojekte in die Stadt zu bringen. Junge Akteur*innen und Performer*innen untersuchten dabei  das Ansteckungspotential von Zeichnung im Schulterschluss mit Tanz, Performance und Installation. Gesucht wurden analoge Hyperlinks, Kollaborateur*innen und Schwärmende, Schwarmbewegungen und die berühmte Oldenburger Fliege.

 
 

Die Kunst-Schwärme des 5. Oldenburger Zeichenfestivals zeichneten performativ. Sie hinterließen Spuren ihrer Bewegungen im öffentlichen Raum und stifteten ihre Mitmenschen zum gemeinschaftlichen Agieren an. Zeichnung begriffen wir als kommunikatives und damit soziales Medium. Im kollektiven Zusammenspiel von Schüler*innen, Künstler*innen, Kulturinstitutionen und der Bevölkerung entstand eine Vielzahl zeichnerischer Impulse: Schwarmverhalten kann außerordentlich ansteckend wirken!

ausgezeichnet! wurde von der Oldenburger Kunstschule e.V. erstmals 2007 als Festivalformat entwickelt, um die Vielfalt, die Spielräume, und die Diskurse zeitgenössischer Zeichnung für Jugendliche und junge Menschen zu öffnen – auch jenen, die wenig Zugang zu Bildung haben.

Die Konzepte der vorausgegangenen Zeichenfestivals, von Zeichnung in Zeiten Neuer Medien (2007), Zeichnung zwischen Kunst und Wissenschaft (2009), Zeichnung und Musik (2011) und Zeichnung erzählt (2013), konzentrierten sich auf die Zeichnung als Objekt und Medium in der Wechselwirkung mit anderen zeitgenössischen Medien. Mit Zeichnung erzählt (2013) und dem Wechsel der Festivalleitung wurde eine Verschiebung des Festival-Schwerpunkts auf den Akt des „Zeichnens“ selber sichtbar. schwarm-zeichen (2015) würdigte mit der Prämisse „Zeichnen als kommunikatives Medium und Mittel zur kollektiven künstlerischen Interaktion“ die „Alltagsintelligenz“ des zeichnenden Akts und erreichte auch dank des partizipatorischen Aufrufs zur Suche nach der „Oldenburger Fliege“ mehr als 1500 Menschen. Das Festival ausgezeichnet! bewegt! (2017) setzte die Bewegung im physischen wie im geistigen Sinne als essentielle Notwendigkeit und als motivatorischer Anlass der zeichnerischen Tätigkeit. Zeichnung und Vision (2019) schließlich markierte programmatisch die Beschäftigung mit der Frage „Wie wollen wir leben?“ und damit eine Konzentration auf gesellschafts- und stadtrelevante Themen, die im Dialog mit den Bürger*innen Oldenburgs verhandelt wurden.

Besonderer Dank gilt den Förderern des 5. Zeichenfestivals:

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