Kunst.Schul.Projekt 2024

„LIEBE gut, alles gut?“

Welche Bedeutung geben Kinder und Jugendliche der Liebe – in ihrem Alltag, in ihrer Familie, in ihren Freundes- und Feindeskreisen, in der Welt und für sich selbst?

Die Oldenburger Kunstschule e.V. nimmt das Kunst.Schul.Projekt „LIEBE gut, alles gut?“ als Rahmen, um eine Generation, die von digitalen Mainstreammedien geprägt ist, nach ihrem Verhältnis zu Liebe zu befragen.

Von Februar bis April 2024 setzen sich 200 Schüler*innen aus unterschiedlichen Schulen und Stadtteilen unter Anleitung von 15 professionellen Künstler*innen mit der Macht der Liebe und deren Potential, aber auch Bedrohungen, Einschnitten und Konflikten, die die sozialen Beziehungen beeinflussen, auseinander.

Die große Abschlussausstellung findet im CORE in der Heiligengeiststraße vom 23. April bis 04. Mai 2024 statt.

Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Oldenburgischen Landschaft, dem Landesverband der Kunstschulen Niedersachsen, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Konzept, Organisation und Durchführung durch die Oldenburger Kunstschule e.V. | Projektleiterin: Annekathrin Scheer

 Teilnehmende Schulen: Grundschule Heiligengeisttor, Grundschule Bürgeresch, OBS Alexanderstraße, OBS Ofenerdiek, BTB Ferienbetreuung GS Dietrichsfeld

Projekt

Digitales Arbeiten

Codingwerkstatt mit Grundschüler*innen

2023

An drei Tagen kurz vor Weihnachten 2023 besuchten die Drittklässler*innen der Röwekampschule die eigens eingerichtete Codingwerkstatt für Grundschüler.

Hier ging es ums Programmieren. Den Schüler*innen standen Laptops und Calliope Mini-Computer, eine Menge Kabel, Motoren und Schalter zur Verfügung. Daraus bauten sie Roboter und hauchten ihnen Leben ein, d.h. sie programmierten Gesichter und Textbausteine, Blinklichter und Töne. Sie entschieden, dass ein Lied ertönt, wenn man den roten Knopf drückt, ließen den Roboter traurig sein, wenn es dunkel wird, oder winken, wenn jemand vorbeiläuft. Dafür war einerseits digitales mathematisch/logisches Denken gefordert. Eine zugängliche Software hat allen Kindern einen guten Einstieg in die Welt des Programmierens bieten können.

Aber auch analoges handwerkliches Geschick war gefragt, spätestens als der Styroporschneider oder die Heißklebepistole zum Einsatz kamen.

Begleitet wurden die beiden Klassen von Profis aus (Medien-)Kunst und Programmierung.

Das Projekt wurde im Rahmen des Programms Schule:Kultur! der LKJ Niedersachens gefördert.

 

Die Codingwerkstatt für Gundschüler*innen wurde gefördert durch:

Ausschreibung

2. Projektstipendium

der Oldenburger Kunstschule e.V.

2024

Bewerbungsdeadline: 28.01.2024

2. Projektstipendium 2024

der Oldenburger Kunstschule e.V.
in Kooperation mit der HBK Braunschweig

Die Oldenburger Kunstschule e.V. schreibt zum zweiten Mal ein Projektstipendium für professionelle Künstler*innen aus!

Das Projektstipendium der Oldenburger Kunstschule e.V.

Mit dem Projektstipendium lotet die Oldenburger Kunstschule e.V. eine Projektform aus, die eine junge soziale und ästhetische Kunstpraxis für den öffentlichen (Innenstadt-)Raum fordert und fördert. Das Projektstipendium erlaubt es, in einem begleiteten Rahmen Ideen zu entwickeln und zu realisieren. In den acht Monaten entstehen zusammen mit Bürger*innen und lokalen Institutionen Kunstprojekte, die auf den Kontext Bezug nehmen.

Diese Art von Kunstpraxis hat das Potential, Stadt selber zu machen und eigene Formen der Einmischung zu politisch und gesellschaftlich virulenten Themen zu finden. Verschiedene künstlerische Aktionen und Formate zum Thema fordern dazu auf, Bekanntes und Gewohntes aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Wahrnehmungsgewohnheiten werden aufgebrochen, neue Sicht- und Gestaltungsweisen werden zentral in der Stadt produziert, für jeden zugänglich und erlebbar. Es entsteht ein Bewusstsein dafür wie Stadt sich entwickelt und entwickeln kann.

Wer kann sich bewerben?

Für das Projektstipendium der Oldenburger Kunstschule e.V. können sich ausschließlich Alumni der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bewerben.

Denkbar sind auch Bewerbungen von Duos oder Gruppen, die gemeinsame Projekte konzipieren und durchführen wollen (die Förderungssumme bleibt identisch).

Es besteht Residenzpflicht. Die monatliche Auszahlung des Stipendiums ist an einen konstanten Aufenthalt in Oldenburg gebunden, um eine intensive und produktive Auseinandersetzung mit Stadt und Bewohner*innen hinsichtlich des Projektvorhabens zu gewährleisten.

Der unmittelbare Austausch (d.h. der persönliche, zufällig entstehende, aber auch regelmäßig gesuchte Kontakt) mit Bürger*innen zu Inhalten und Umsetzung des Projektvorhabens ist ein wesentlicher Aspekt des Stipendiums. In diesem Sinne ist es wichtig, kunstvermittelnde Ansätze als Teil des künstlerischen Selbstverständnisses zu verstehen. Bedingung ist neben der Planung und Durchführung künstlerischer Aktionen/Projekte für Oldenburg (in der Innenstadt) auch die Bereitschaft für eine projektbegleitende kunstvermittelnde Praxis für und mit jungen Menschen.

Was wird gefördert:

Gefördert werden Kunstprojekte mit kommunikativem, partizipatorischem und/oder interaktivem Charakter, die explizit für Oldenburg entwickelt und im Verlauf des achtmonatigen Stipendiums durchgeführt werden. Inhaltlich sollen die Projektvorhaben Oldenburgs Stadtzentrum als Ausgangspunkt haben. Die inhaltlichen Zugänge können dabei historisch, tagesaktuell oder visionär sein und können sich auf Details oder den gesamten Innenstadtraum, architektonisch, oder zwischenmenschlich stützen. Gewünscht ist eine Auseinandersetzung mit dem Prozess der jüngeren Stadtentwicklung Oldenburgs. Gesucht werden ausschließlich öffentliche, ortsbezogene Kunstprojekte, die mindestens eine Oldenburger Institution als weiteren Projektpartner in die Planung und Durchführung miteinbeziehen. Größe und Art der Kooperationspartner ist dabei frei. Wünschenswert ist ebenfalls die Einbindung digitaler Medien in den Projektprozess. Ziel ist es, ein temporäres erlebbares und sichtbares Zeichen zu setzen für die gesellschaftliche Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum.

Wir bieten:

Oldenburg ist eine Universitätsstadt mit einer kleinen, feinen Kulturszene sowie international anerkannten Kunstinstitutionen (Horst-Janssen-Museum, Edith-Russ-Haus, Oldenburger Kunstverein). Oldenburg ist eine Stadt, die groß genug ist, um ein komplexes Betätigungsfeld vorzufinden, und klein genug, um fokussiert zu arbeiten. Den Projekten im Rahmen des Stipendiums ist die Aufmerksamkeit von Publikum und Presse garantiert.

Die Oldenburger Kunstschule e.V. unterstützt die Umsetzung der künstlerischen Projekte organisatorisch und technisch. Die Oldenburger Kunstschule e.V.  als gastgebende Institution ist für ihren Gastkünstler*in/nen da und beteiligt die Öffentlichkeit an diesem Prozess durch PR und ÖA.

Das Projektstipendium bietet einen Möglichkeitsraum für die Umsetzung von groß angelegten, experimentellen und originären Kunstprojekten in, für und mit der Stadt Oldenburg.

Das Stipendium ist mit 11.200,00 € dotiert. Die Auszahlung erfolgt monatlich zu je 1.400,00 €.

Für die Stipendiat*innen stehen Wohn- und Arbeitsräume zur Verfügung. Ein Materialgeld zur Realisierung ist nicht vorgesehen. Die Oldenburger Kunstschule e.V.  unterstützt die Gastkünstler*innen durch Finden von Sponsoren.

Über die Oldenburger Kunstschule:

Die Oldenburger Kunstschule ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der künstlerischen Bildung vornehmlich junger Menschen verschrieben hat. Seit 40 Jahren ist die Oldenburger Kunstschule an mehreren Orten in Oldenburg präsent und wird durch die Stadt Oldenburg institutionell gefördert. Neben einem breiten Kursprogramm für Kinder und Jugendliche hat die Kunstschule in den letzten Jahren vermehrt eine künstlerische Projektarbeit mit dem Fokus auf gesellschaftsrelevante Themen und den öffentlichen Raum der Stadt entwickelt. Das Projektstipendium ist für uns ein konsequenter Schritt, ernsthafte Beteiligungsstrukturen durch künstlerische Aktivität in der Stadt aufzubauen.

Bewerbungsverfahren:

Das Bewerbungsverfahren für das Projektstipendium der Oldenburger Kunstschule e.V. ist zweistufig. Die erste Stufe ist eine offene Ausschreibung, die sich an Alumni der HBK Braunschweig wendet.

Die erste Bewerbungsfrist endet am 28.01.2024.

Aus den Bewerber*innen der ersten Stufe lädt eine Jury drei Finalist*innen zu einem eintägigen Kolloquium am 13.02.2024 vor Ort in Oldenburg ein. Schwerpunkt des Kolloquiums wird neben dem gegenseitigen Kennenlernen und der Begehung der Oldenburger Innenstadt, der Austausch über die Projektvorhaben sein. Die Teilnahme am Kolloquium wird mit 500,00 € honoriert.

In der zweiten Stufe sind 3 Finalist*innen Anfang Februar eingeladen, ihre unter den Eindrücken des Kolloquiums weiterentwickelten Projektvorhaben einer Jury in Oldenburg vorzustellen. Unmittelbar im Anschluss entscheidet sich die Jury für ein Vorhaben.

Das Stipendium beginnt ab April 2024.

Über die Auswahl des Projektstipendiums entscheidet eine Jury, die sich aus Mitgliedern der Oldenburger Kunstschule e.V., der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft, der Stadt Oldenburg, der HBK Braunschweig, sowie externen Sachverständigen zusammensetzt.

Termine:

Bewerbungsdeadline: 28.01.2024

Erste Jurysitzung: 30.01.2024

Kolloquium und Begehung mit 3 Finalist*innen in Oldenburg: 13.02.2024

Zweite Jurysitzung mit Präsentationen der Finalist*innen voraussichtlich via Zoom: Ende Februar 2024

Unmittelbar im Anschluss entscheidet sich die Jury für ein Vorhaben.

Beginn des Stipendiums: 01.04.2024

Ende des Stipendiums: 30.11.2024

Was muss für die Frist am 28.01.2023 eingereicht werden?

  1. Ein ausgefüllter Bewerbungsbogen
  2. Eine Projektidee/Projektskizze, in der die Idee für das Projektvorhaben beschrieben wird (in Text und Bild/Zeichnung/Skizze, evtl. mit Links zu Videos, maximale Länge 3-5 Seiten).
  3. Ein Lebenslauf
  4. Ein Portfolio der künstlerischen/kunstvermittelnden Tätigkeiten (maximal 20 Seiten)

Bewerbungen bis einschließlich 28.01.2024 23.59 Uhr bitte auschließlich per Email an info@oldenburger-kunstschule.de

Für die Datenübertragung großer Dateien nutzen Sie bitte Dienste wie wetransfer, dropbox o.ä.

Rückfragen können Sie ebenfalls an info@oldenburger-kunstschule.de oder telefonisch unter 0441/87396 richten. Ansprechpartner ist Georg Lisek.

Oldenburger Kunstschule e.V.

Weskampstraße 7, 26121 Oldenburg

Telefon: 0441/87396 – Fax: 0441/87954

www.oldenburger-kunstschule.de

Erstaufführung von "Infraaktif“ -
einem Radiofeature von Jonas Meyburg

Ausstellungseröffnung
"OF NOT MOVING AT ALL"
Skulptur und Installation von Jonas Meyburg

Es ist soweit: Nach mehreren Monaten Vorbereitung wird der Sound- und Installationskünstler Jonas Meyburg seine explizit für Oldenburg entstandene, interaktive Klangcollage „Infraaktif“ öffentlich vorstellen. In Spaziergängen allein mit Kopfhörern oder gemeinsam mit großer Audiobox durch die Oldenburger Innenstadt wird die Stadt neu erlebt, bzw. neu erhört! Je nach Aufenthaltsort und Bewegungsrichtung verändert sich das Klangstück. Die spazierenden Hörer*innen beeinflussen so den Verlauf von „Infraaktif“. Es werden Stimmen, Klänge und Geräusche zu hören sein, zwischen harter Faktenanalyse und Poesie, verdichtet zu einem spannungsvollen Hörstück. Jonas Meyburg hat dafür in Oldenburg Interviews mit Expert*innen und Bürger*innen geführt, hat eine Märchenerzählerin eingeladen, hat Geräusche von Maschinen und dem Stadtalltag aufgenommen und Daten z. B. zum Stromverbrauch in der Innenstadt verarbeitet. Denn es geht in „Infraaktif“ um die Stadt Oldenburg selbst, beziehungsweise das, was ihr zugrunde liegt: Die Infrastruktur der Stadt. Rohre, Hähne, Leitungen, Sonden und Sensoren – es sind die unsichtbaren Protagonisten aller Oldenburger Geschichten.
Ihnen ist nun mit „Infraaktif“ ein interaktives Hörstück gewidmet, eine begehbare Klangcollage, die das unsichtbare Oldenburg hörbar macht.

Jonas Meyburg hat als Stipendiat der Oldenburger Kunstschule e.V. seit März 2023 im Studio 10 in der Langen Straße gearbeitet und beendet nun im Dezember 2023 seinen Stipendiumsaufenthalt. Abschließend eröffnet deshalb am 01.12.2023 die Ausstellung „OF NOT MOVING AT ALL“ mit Arbeiten von Jonas Meyburg.

Sie sind zu beiden Veranstaltungen herzlich eingeladen! 

1. Erstveröffentlichung und Präsentation des Soundwalks „Infraaktif”

12.11.2023 14:00 – 18:00, feierlicher erster Rundgang um 15:00

19.11.2023 14:00 – 18:00

26.11.2023 14:00 – 18:00

im Studio 10, Lange Straße 10, 26121 Oldenburg öffentlicher Soundwalk jeweils um 15:00

2.„OF NOT MOVING AT ALL“, Ausstellung Skulptur und Installation, Arbeiten von Jonas Meyburg

01.12.2023 18:00 Vernissage

02.12.2023 – 16.12.2023

Di – Sa 15:00 – 19:00

im Studio 10, Lange Straße 10, 26121 Oldenburg

 

>>> weitere Informationen zum Projektstipendium

Projekt

Partizipation und Öffentlicher Raum

WERKSTATT:Stadt

2023

Begehbares Kunstobjekt in Oldenburg zeigte Ideen für lebenswerte Innenstadtgestaltungen aus der Sicht von Jugendlichen

Die Oldenburger Kunstschule fragte in ihrem Projekt Werkstatt:Stadt im Herbst 2023 mehr als 60 Jugendliche nach ihren Vorstellungen für die Gestaltung der Häusing zwischen Galeria Kaufhof und der ehemaligen Bremer Landesbank. Ein Durchgangsort ohne Aufenthaltsqualität. Was braucht dieser Ort, um ein guter Ort zu sein? Was kann man tun, um hier gerne zu sein? Was macht die Innenstadt lebenswert?

In Zusammenarbeit mit den Künstler*innen Olga Grigorjewa und Lars Unger arbeiteten die Schüler*innen an Entwürfen, den Häusing künstlerisch-architektonisch zu beleben. Beteiligt waren je eine neunte Klasse der Liebfrauenschule, des Graf-Anton-Günther-Gymnasiums sowie eine Gruppe der Oldenburger Jugendwerkstatt. Die Teilnehmer*innen entwickelten Entwurfsskizzen für architektonische Interventionen und überarbeiteten diese untereinander. Dabei wurden die Jugendlichen ermutigt in freier Assoziation zu skizzieren. Wie in einer Spirale haben sich die Ideen weiterentwickelt und zu einem Objekt destilliert, das schließlich die Tischlergruppe der Oldenburger Jugendwerkstatt gebaut und installiert hat. Das 5×7 Meter große Objekt mit Sitzmöglichkeiten und einer überdimensionierten Schneekugel spiegelte exemplarisch jugendliche Ideen und Wünsche für den städtischen Lebensraum wider. Die zukünftigen Nutzer der Innenstadt setzen damit ein künstlerisches Zeichen über den Anspruch auf Mitgestaltung ihres Lebensraumes.

In der Zeit vom 28.11.23 bis 20.12.23 war das vielbewunderte, begehbare Objekt ein öffentlicher Teil der Häusing. Parallel dazu konnten alle Entwürfe in einer Ausstellung im Stadtatelier der Kunstschule, direkt am Ende der Häusing, betrachtet und kommentiert werden. Das gesamte Projekt wurde gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Konzept und Organisation lag bei der Oldenburger Kunstschule (Projektleitung: Stephanie Ritterhoff). Die Umsetzung erfolgte in Kooperation mit jeweils einer Klasse des Graf-Anton-Günter Gymnasiums (begleitende Lehrkraft Nina Gluth) und der Liebfrauenschule (begleitende Lehrkraft Gunda Tuchenhagen). „Unser Ziel war es, Stadtentwicklung mal ganz anders zu denken und aus bestehenden Konventionen auszubrechen“ (Georg Lisek, Oldenburger Kunstschule). Die Rückmeldungen der Teilnehmenden selbst wie auch von Lehrkräften der beteiligten Schulen bestätigen die positive Wirkung einer selbstwirksamen Arbeit in einem fremden, außerschulischen Wirkungsfeld.

Beteiligte Schulen: Liebfrauenschule, Graf-Anton-Günther-Gymnasium, Oldenburger Jugendwerkstatt 
Künstler*innen: Olga Grigorjewa und Lars Unger | Projektleitung: Stephanie Ritterhoff
Seit 2017 leistet die Oldenburger Kunstschule Pionierarbeit (PERFECT ZONE und PERFECT OLDENBURG) im Themenfeld partizipativ-künstlerischer Interventionen in Oldenburg. Jugendliche werden befähigt und ermutigt, sich als gestaltend und selbstwirksam wahrzunehmen. Sie gestalten ihr eigenes Lebensumfeld und lernen dabei kreative Entscheidungen als Teil der Zukunftsgestaltung (an-)zuerkennen. Dazu gehören, neben medial gestützter Raumplanung, auch praktische Interventionen im öffentlichen (Lebens-)Raum der Jugendlichen.

Gefördert durch:

9. Oldenburger Zeichenfestival

ausgezeichnet!​

2023

ZEICHNUNG und ZOMBIES

Vom Anderssein

Aktionen im Stadtraum

Im Schatten
Eine Zeichenaktion von Georg Lisek
mit Jugendlichen der OBS Alexanderstraße, der OBS Osternburg und der ­Liebfrauenschule

Alexanderstraße 79, Am Pferdemarkt und am Horst-Janssen-Museum

„Denn die einen sind im Dunkeln
Und die anderen sind im Licht.
Und man siehet die im Lichte
Die im Dunkeln sieht man nicht.“
(Berthold Brecht)

In unserer Gesellschaft gibt es viele Menschen, die ein Schattendasein führen. Manche wollen es , manche müssen es.
Die Jugendlichen haben sie gezeichnet:
die Ausgestoßenen und Ausgegrenzten, die Abgehobenen und Abtrünnigen, die Amputierten und Affektierten, die Assozialen und die Außenseiter.

Die „Schattenfiguren“ sind in der Zeit vom 15.09. bis zum 25.09.2023 auf ausgewählten Litfaßsäulen nahe der Innenstadt zu sehen.

she‘ll come back as fire
Von M05K

91er-Straße Ecke Donnerschweer Straße & Stau 157

Frances Farmer war eine amerikanische Schauspielerin aus den 1930er und 1940er Jahren. Ihr Leben wird heute als tragische Geschichte einer talentierten Schauspielerin gesehen, die mit persönlichen Schwierigkeiten, psychischer Krankheit und den Herausforderungen ihrer Zeit zu kämpfen hatte. Sie wurde bekannt für ihre rebellische Haltung gegenüber den Hollywood-Studios und das Auflehnen gegen Autoritäten.
Der heftige Druck des patriarchalen Systems, ihre ­öffentlichen Eskapaden, welche von der Presse ausgeschlachtet wurden und ihre späteren psychischen Probleme führten letztendlich zu ihrem Abstieg aus der Schauspielerei und zu einer Zeit in psychiatrischen Einrichtungen. Ihre Biografie wird heute als eine tragische und komplexe Geschichte betrachtet, die Fragen zur FLINTA-feindlichen Kultur aufwirft.

In den letzten Jahren hat es eine zunehmende Neubewertung von Frances Farmer und ihrer Geschichte gegeben. Viele sehen sie nun als eine Vorreiterin der Unabhängigkeit und als eine Frau, die sich den Erwartungen ihrer Zeit widersetzte. Ihr Widerstand gegen die Normen und ihre Forderung nach Autonomie werden heute als mutige und inspirierende Qualitäten angesehen.

Die Anderen
Von Lars Unger

Nadorster Straße und Behelfsbrücke (Cäcilienbrücke)

Die Anderen sind die, die nicht ich sind. Sie sind diejenigen, von denen ich mich abgrenze. Sie sind fremd, sie sind ungewohnt, ich verstehe sie nicht. Sie tun andere Dinge. Sie sprechen anders. Sie glauben an etwas anderes als ich. Sie haben andere Meinungen. Sie wollen nicht das, was ich will. Sie sind da. Ich bin hier. Wir sind getrennt.

Die Arbeit „Die Anderen“ greift die ­Ästhetik der Graffittiszene auf. Menschengruppen werden hier ohne Wertung genannt. Dadurch, dass wir allerdings die Graffittis in der Regel mit ­Beschimpfungen verknüpfen, findet die Wertung automatisch in unserem Kopf statt. Die Arbeit deckt so unsere Vorbehalte und ­Assoziationen auf.

Auf der anderen Seite
Von Olga Grigorjewa

Moslestraße 10

Ein Zaun macht die Grenze. Auf unserer Seite sind wir, auf der anderen Seite die anderen. Die anderen sind nur deshalb die anderen, weil sie durch den Zaun von uns getrennt sind. Völlig willkürlich. Und doch verändert das die anderen. Sie werden zu Unmenschen, Zombies, armen Würstchen. Arme Würstchen, die im Maschendraht hängen. Das erregt Appetit bzw. Mitleid.

Auf der anderen Seite ist das Gras grüner.
Die Arbeit von Olga Grigorjewa handelt auf humorvolle Weise von Gier und Abgrenzung.

WEIT WEG

Sophia Speer

Moslestraße 10

„Ich will weit weg sein von meiner Welt in der ich leb in der sich alles nicht um mich sondern um Anders dreht. Ich bin hier ich bin da trage schon löänger mein Gepäck und eigentlich tief in mir wünsche ich mir ANDERS wäre weg.“

Berührungssuche

Jasmin Speckmann

91er-Straße Ecke Donnerschweer Straße

Sie wollen da raus! Gestalten, die gefangen sind. Deren Hände an eine unsichtbare Wand greifen. Wer sind diese Gestalten? Wo kommen sie her? Was wollen sie? Wonach greifen sie? Sind sie menschlich?

Wir begegnen täglich fremden Menschen. Wir können ihre Absichten, ihren Charakter nur ahnen. Unsere Werte helfen uns, einen guten und friedlichen Umgang mit uns fremden Menschen zu finden. Jasmin Speckmanns Arbeit treibt die Begegnung mit dem Unbekannten auf die Spitze, als ob es zwei Welten gäbe: eine Welt des uns Vertrauten und eine andere Welt des Fremden.

Die Plakataktionen wurden unterstützt durch:

9. Oldenburger Zeichenfestival

2023

ZEICHNUNG & ZOMBIES

VOM ANDERSSEIN

Bereits zum neunten Mal hat das preisgekrönte Oldenburger Zeichenfestival ausgezeichnet! im Herbst 2023 zum gemeinsamen Zeichnen, Nachdenken und Diskutieren eingeladen. Mit ZOMBIES. VOM ANDERSSEIN“ ging das Zeichenfestival ein ungewöhnliches und unbequemes und damit umso wichtigeres Thema an: Die Frage nach der Fragilität des Zusammenhalts unserer Gesellschaft, der Toleranz nach den Außenseitern und all jenen, die unser Leben nicht teilen können oder wollen. Wichtiger Schwerpunkt des Festivals waren partizipatorische Kunstprojekte, die verstärkt auf eine wirksame Präsenz im öffentlichen Stadtraum zielten.

Dokumentationen des 9. Oldenburger Zeichenfestivals

Das 9. Oldenburger Zeichenfestival „Zeichnung und Zombies – Vom Anderssein“ greift das anspruchsvolle Thema mit einer Reihe von öffentlich-partizipativen Zeichenaktionen, künstlerischen Interventionen und Workshops auf.

Workshops
11.09.2023 — 15.09.2023

„Stadtführer der „Hässlichkeiten““ – ein Workshop von Mone Seidel mit Jugendlichen der Liebfrauenschule

„Zombiemetamorphose“ – ein Workshop von Susan Helen Miller mit Jugendlichen der Liebfrauenschule

„ZOMBIEFIKATION oder die Angst, versklavt zu werden“ – ein Workshop von Paula Penelope Steiner mit Jugendlichen der IGS Flötenteich

„Wann ich wie anders bin“ – ein Workshop von Jeff Hemmer mit Jugendlichen der IGS Flötenteich

„Zombie-Tableaus“ – ein Workshop von Stephane Leonard mit Jugendlichen der OBS Alexanderstraße

„Zombie Modus – sie sind unter uns!“ – ein Workshop von Marcel Kreuzer mit Jugendlichen der OBS Ofenerdiek

Künstlerische Interventionen im Stadtraum

04.09. – 29.09.2023

„Im Schatten“ von Georg Lisek, zusammen mit Schüler*innen der OBS Alexanderstraße, der OBS Osternburg und der Liebfrauenschule

„Die Anderen“ von Lars Unger

„She´ll come back as fire“ von M05K

„Auf der anderen Seite“ von Olga Grigorjewa

„Berührungssuche“ von Jasmin Speckmann

„WEIT WEG“ von Sophia Speer

Weitere Zeichenaktionen
04.09. – 29.09.2023

„Ein- und Ausgeschlossen“ – Eine Zeichenaktion von Georg Lisek mit jungen Inhaftierten in Kooperation mit der Justizvollzugsanstalt Vechta

„Die Dinge, die ich brauche“ – Eine Zeichenaktion von Georg Lisek mit Menschen mit Obdachlosigkeitserfahrung in Kooperation mit der Bahnhofsmission Oldenburg

„FREAKS – Die Liga der Außergewöhnlichen“ – eine Zeichenaktion von Georg Lisek mit Schüler*innen der OBS Alexanderstraße, der OBS Osternburg, der OBS Ofenerdiek, der IGS Flötenteich und der Liebfrauenschule, sowie von jungen Inhaftierten der Justizvollzugsanstalt Vechta

Wir alle leben in einer Gesellschaft. Dabei teilt sich unsere Gesellschaft in viele Splittergruppen auf. Wir alle haben unterschiedliche Vorstellungen von der richtigen Art zu Leben, vom Wert des Lebens, oder vom Ziel des Lebens. Wie geht das zusammen?
Nicht erst mit aktuellen Ereignissen wird von einer Spaltung der Gesellschaft gesprochen. Schon immer gibt es pauschale Unterscheidungen, um sich von den „Anderen“ abzugrenzen: Arm und Reich, Arbeitnehmer vs. Arbeitgeber, „Die da oben und die da unten“, Rechtsextreme gegen Linksextreme und dazwischen die Mitte, die Coolen und die Außenseiter, die Befehlenden und das Fußvolk, Schuldige und Unschuldige, die Täter und die Opfer, die Guten und die Bösen.
Eine stabile Gesellschaft schafft es, diese Unterschiedlichkeiten zu vereinen und Konflikte zwischen den Parteien zu lösen, oder wie wir auch an anderer Stelle beobachten können: zu unterdrücken. In letzter Zeit scheinen diese Konflikte stärker zu werden. Mit dem Aufkommen von Pegida, den Querdenkern, den Reichsbürgern, diversen Neonazibewegungen und anderen offen verfassungs- oder demokratiefeindlichen Gruppierungen wird klar: Wir sind weit davon entfernt, Eins zu sein. Corona verstärkte das schon allein dadurch, dass es nicht nur einmal mehr Geimpfte und Impfgegner gibt, sondern auch die, die sich draußen frei bewegen dürfen, und die, die unter Quarantäne sind. Schon an der Art, eine Maske zu tragen, erkennt man mittlerweile die Gesinnung, und damit, ob man zum selben Schlag gehört. Mit dem kommenden Winter wird unsere Gesellschaft ein weiteres Mal auf die Probe gestellt, wenn womöglich hohe Preise den Unterschied zwischen Frierenden und Gewärmten machen.
Wir nehmen unsere Zeit, die sich ein wenig nach Apokalypse anfühlt, zum Anlass, nach „den Anderen“ zu fragen, nämlich nach denen, die wir komisch finden, mit denen wir aneinandergeraten, die wir fürchten und die wir missverstehen: Zombies.
Es geht im 9. Zeichenfestival 2023 „Zeichnung und Zombies“ inhaltlich um Leben, das an unserem Leben nicht teilhaben kann oder will. Um die Ausgeschlossenen, die Willenlosen, die Außenseiter. Die vermeintlich Hässlichen und Aussätzigen. Die Komatösen und Dementen. Die Übergriffigen und Besserwissenden.
Die Botoxgespritzen und die Schönheitsoperierten. Die Junkies und die Partypeople. Die Gefängnisinsassen und die High Society. Die Wahnsinnigen, die Verschwörer, die Aussteiger und Erleuchteten, nach deren Meinung wir die Zombies sind.
So sind die Fragen die im Rahmen des Zeichenfestivals gestellt werden: Wie mit Wesen leben, die nicht mit uns leben?
Separieren sich die Menschen? Wer hat wie viele Kontakte? Und wenn nein, warum nicht? Welche Rolle spielt die zunehmende Digitalisierung? In welcher Welt leben die „Anderen“ eigentlich? Wie stellen wir uns Zwischenwelten vor?
Wie mit „Zombies“ kommunizieren? Welche Sprache und welches Handeln ist korrekt?
Wer ist hier überhaupt der „Zombie“? Ist es nicht eine Frage der Perspektive? Wie nehme ich die „Anderen“ wahr? Wie würde ich mich durch die Augen der „Anderen“  wahrnehmen?

Und welches Urteil erlauben wir uns eigentlich, wenn wir einen  anderen Menschen „Zombie“ oder „Freak“ nennen?
„Zombie“ ist eine Bezeichnung für alle jene Existenzen, welche von  den Lebenden verachtet und verworfen werden.
Inwiefern generiert sogar unsere Gesellschaft diese „Zombies“? Menschen, die stundenlang vor den Displays ihrer Smartphones krümmen, werden umgangssprachlich Smombies genannt. Menschen, die stumpfsinnige Tätigkeiten für den Broterwerb verrichten, können mitunter auch in zombieähnliche Zustände verfallen – und womöglich braucht es solche Menschen sogar, damit unser Wirtschaftssystem und unsere Gesellschaft funktioniert?
Zombies sind Teil dystopischer Fantasien. Wieviel ist davon Wirklichkeit? „Zombies“ gelten schließlich auch als Metapher für ein angepasstes Dahinvegetieren, unterwürfigen und kritiklosen Gehorsam, passiven Konsum und Desinteresse. Mal ehrlich: Wieviel „Zombie“ steckt in uns? Außerdem sind Zombies ewig rastlos und scheinen unausgefüllt. Sie haben kein Zuhause, keine Heimat. Haben wir Nicht-Zombies das? Oder sind wir nicht ebenso auf der Suche nach einer Art Erfüllung – nur etwas weniger blutrünstig?
Der Abgleich mit dem Phänomen Zombie bringt Wahrheiten über uns, die nicht Zombie sein wollen, ans Licht.

ausgezeichnet! wurde von der Oldenburger Kunstschule e.V. erstmals 2007 als Festivalformat entwickelt, um die Vielfalt, die Spielräume, und die Diskurse zeitgenössischer Zeichnung für Jugendliche und junge Menschen zu öffnen – auch jenen, die wenig Zugang zu Bildung haben.

Die Konzepte der vorausgegangenen Zeichenfestivals, von Zeichnung in Zeiten Neuer Medien (2007), Zeichnung zwischen Kunst und Wissenschaft (2009), Zeichnung und Musik (2011) und Zeichnung erzählt (2013), konzentrierten sich auf die Zeichnung als Objekt und Medium in der Wechselwirkung mit anderen zeitgenössischen Medien. Mit Zeichnung erzählt (2013) und dem Wechsel der Festivalleitung wurde eine Verschiebung des Festival-Schwerpunkts auf den Akt des „Zeichnens“ selber sichtbar. schwarm-zeichen (2015) würdigte mit der Prämisse „Zeichnen als kommunikatives Medium und Mittel zur kollektiven künstlerischen Interaktion“ die „Alltagsintelligenz“ des zeichnenden Akts und erreichte auch dank des partizipatorischen Aufrufs zur Suche nach der „Oldenburger Fliege“ mehr als 1500 Menschen. Das Festival ausgezeichnet! bewegt! (2017) setzte die Bewegung im physischen wie im geistigen Sinne als essentielle Notwendigkeit und als motivatorischer Anlass der zeichnerischen Tätigkeit. Zeichnung und Vision (2019) schließlich markierte programmatisch die Beschäftigung mit der Frage „Wie wollen wir leben?“ und damit eine Konzentration auf gesellschafts- und stadtrelevante Themen, die im Dialog mit den Bürger*innen Oldenburgs verhandelt wurden.

Die Redaktion von KULTURSCHNACK gibt euch weitere Einblicke>> hier klicken

Besonderer Dank gilt den Förderern des 9. Zeichenfestivals:

Unterstützer:

Partner:

Justizvollzugsanstalt Vechta

Ausstellung "LABOR II"

Künstlerkollektiv Unit 404

im Studio 10, Lange Straße 10, 26122 Oldenburg

22.08. bis 26.08.2023 | 19 bis 21 Uhr

Wieder regt sich etwas im Studio 10 in der Langen Straße. Das Künstlerkollektiv Unit 404 war bereits in der vergangenen Woche im Studio sichtbar und präsentiert ab Dienstag, dem 22.08. ihre Ausstellung „Labor II“. Von jeweils 19 bis 21 Uhr kann die Installation zwischen dem 22.08. und 26.08. besichtigt werden. Teile des Kollektivs sind während der Ausstellungszeiten vor Ort und offen für Fragen und Diskussionen.

Labor II ist eine audiovisuelle Installation des Kunstkollektivs Unit 404, die innerhalb der letzten Woche von Grund auf konzipiert und aufgebaut wurde. Der gesamte Prozess, ein Konvolut aus Fragen und Meinungen, wurde akribisch aufgezeichnet und transkribiert. Das Ergebnis ist ein Kunstwerk, das sich mit eben dieser Kommunikation und Misskommunikation beschäftigt und ausschließlich daraus besteht.

 

Auf der wabernden Leinwand formen Untertitel das visuelle Gegenstück zu verworrener Sprache, immer wieder durchbrochen von eindringlichen, manifestartigen Einwürfen.

Im Ergebnis entsteht eine Spannung zwischen Hören und Verstehen, zwischen konkret und abstrakt, zwischen fest und flüssig.

Digitale Projekte/Projekte im Außenraum

Wie wollen wir leben?

perfect_ZONE

Ein Projekt für den Stadtraum Oldenburg. Mit Schüler*innen der Cäcilienschule, der Freien Schule Oldenburg, der IGS Kreyenbrück, OBS Osternburg.

„perfect_ZONE“ bedeutet für uns zweierlei:

  1. Ein (Stadt-)Gebiet, über dessen Nutzung und Gestaltung die Bewohner*innen des Viertels mitentscheiden, auch die Kinder und Jugendlichen.
  1. Der Idealzustand eines Geländes im Sinne der Gestaltenden. Die „perfect_ZONE“ ist das Resultat der Gedanken von Oldenburger Jugendlichen darüber, wie ihre Stadt idealerweise sein müsste.

Das Projekt perfect_ZONE teilte sich in zwei Abschnitte. Es ging zum einen darum, digitale Entwürfe zu erstellen, in den sich die Ideen der Teilnehmenden zu einem ideal gestalteten Stadtgebiet wiederfinden. Zum anderen ging es um die analoge Verwirklichung der Ideen im realen Stadtraum.

Digitales Entwerfen

Vor allem zwei Gruppen der Oberschule Osternburg arbeiteten digital an ihrer „perfekten Zone“. Ihre Ideen fokussierten sich dabei auf das Schulgelände selbst. Ohne an die Grenzen einer Realisierung ihrer Entwürfe denken zu müssen, verhandelten die Jugendlichen grundsätzliche Fragen gelingenden Zusammenlebens.

Analoge Realisation

Die lokale Wohnungsbaugesellschaft GSG hat dem Projekt ein Grundstück im Stadtteil Kreyenbrück zur Verfügung gestellt. Schüler*innen der IGS Kreyenbrück, der Freien Schule Oldenburg und der Cäcilienschule haben für dieses Grundstück Nutzungs- und Gestaltungspläne gemacht und baulich umgesetzt.

151 - Georg_ Transformers 2023_Foto_Izabela Mittwollen-262

Besonderer Dank gilt den Förderern von "perfect_ZONE"

Wie kann Kulturarbeit nachhaltiger werden?

Vor dem Hintergrund der Neuordnung der Kulturförderung und dem Nachhaltigkeitsleitbild der Stadt Oldenburg bezieht die Oldenburger Kunstschule zusammen mit anderen freien Kulturinstitutionen Position. Gemeinsam wurden vier Ziele nachhaltiger Kulturarbeit formuliert:

ÖKOLOGISCHE NACHHALTIGKEIT ÖKONOMISCHE NACHHALTIGKEIT SOZIALE NACHHALTIGKEIT KULTURELLE NACHHALTIGKEIT